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Fragen & Antworten

Öffentlich·1 Mitglied

Wühlmausproblematik

Unzählige Wühlmäuse hausen in unserem Acker, sowohl im Freiland, als auch in den Tunnel. Wir würden gerne mit ihnen koexistieren, allerdings erschweren sie uns unsere Arbeit sehr. Unsere größten Probleme durch ihre Existenz in unserem Acker sind:


--> können (trotz großer Bemühungen) keine Karotten anbauen (und Äquivalente wie zB. Hafer-/Schwarzwurzel), denn sie werden radikal niedergefressen

--> ein großer Teil der Jungpflanzen, v.a. die früh gepflanzten Lagergemüsesätze (z.B. Rotkohl/Sellerie) werden abgefressen, was uns ein Gemüseloch im Winter/Frühjahr zubringt

--> Können keine Kulturen im Boden lassen über Winter (zB Pastinake,Wurzelpetersilie), sodass wir einen viel höheren Arbeitsaufwand durch das Einlagern ALLER Kulturen haben

--> die vom Vlies bedeckten Winterkulturen werden runtergefressen

--> Unsere (Dauer-)Kräuter (z.B. Petersilie, Liebstöckl) sterben, weil die Mäuse die Wurzeln snacken

--> viele Direktsaaten SEHR lückenhaft aufgekommen, weil die Mäuse das Saatgut fressen

--> Untertunnelung der Pflanzen, sodass die Wurzeln keinen Bodenschluss mehr haben und vertrocknen


Was wir bisher versuchten, um die Präsenz der Wühlmäuse zu reduzieren:

--> Installation von Ansitzstangen für Greifvögel

--> Kontakt mit Nabu: Installation eines Schleiereulen-Brutkastens

--> Ausbringen von Raubtierurin (Katzenpipi)

-->Kooperation mit der Natur (Sie hatten ein eigenes Beet mit Ernteresten usw)

--> Kontaktaufbau mit Falknerin, um Möglichkeit der Schädlingsvergrämung abzuklären

--> Austausch mit Bio-Landwirt:innen ergab, dass ein 5m breiter Streifen um den Acker helfen könne, der regelmäßig gegrubbert wird (für uns nicht realisierbar)


Auch wenn wir anfangs ganz strikt dagegen waren, sind wir an dem Punkt angelangt, an dem wir überlegen, die Mäusepopulation durch Einsatz von Gift zu reduzieren.

Über diesen Punkt wollen wir mit euch in den Dialog gehen. Bitte schreibt eure Meinung dazu.

Hat jemand Erfahrungen mit Mäusegift? Wenn die vergifteten Mäuse sterben, geht das Gift in unseren Boden und damit evtl unser Gemüse über?


Wir sind in einem Dilemma. Auf der einen Seite wollen wir keine Tiere töten, aber auf der anderen Seite gefährden sie unseren Gemüseanbau in einem kaum tolerierbaren Maße.


Die Anschaffung von Katzen kommt für uns nicht in Frage, weil niemand von uns auf dem Hof lebt und wir die Verantwortung für lebende Tiere dort nicht tragen wollen/können.


Wir bedanken uns bereits jetzt schon für eure Kommentare :)

274 Ansichten
petermohr
petermohr
06 kwi 2024

Den Lebensraum unwirtlich gestalten ist sicher eine Möglichkeit es den Wühlmäusen ungemütlich zu machen und sie zum "Auswandern" zu bewegen. Ich ziehe die betroffenen Beete immer mit einem Sauzahn durch und stopfe mit Oleum Animale getränkte Stoffreste in die Gänge. Immer von Innen nach Außen damit sie den Garten möglichst irgendwann meiden. Dann stecke ich noch Flaschen in den Boden bei den Gängen und stecke Windmühlen hinein. Damit halte ich Sie in Grenzen. Einen Eulen-Nistkasten habe ich ebenfalls angebracht aber bisher keine Besiedelung. Die Summe der Massnahmen wird am Ende eine Situation Schaffen mit der ihr vielleicht nicht ohne geringfügige Schäden aber insgesamt mit guten Ergebnissen rechnen könnt. Die Idee mit dem Mausmarder finde ich gerade besonders interessant. Man sollte die Wildtierhilfe Stationen der näheren und weitern Umgebung kontaktieren und schauen ob die zufällig Mausmarder aussiedeln wollen oder ob Sie an Euch denken falls mal einer ausgewildert werden soll. Auch das Otterzentrum könnte man kontaktieren. Die haben vielleicht auch eine Idee wie man an einen Mausmarder kommen könnte. Besser noch ein Pärchen. Es ist wirklich sehr frustrierend, wenn man sein Gemüse ernten möchte und von unten ist nicht mehr viel davon übrig, aber man bekommt das auch ohne Töten hin. Regenerative Agrikultur basiert auf der Artenvielfalt… Eule und Marder sind sicher eine Gute Idee um ein gutes Gleichgewicht herzustellen. Und wenn man wie ihr so einen Garten neu anlegt, gibt es erst einmal kein Gleichgewicht. Das muss sich erst entwickeln. HG Peter

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