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Wir sind sehr bemüht darum, unseren Anbau so ökologisch wie möglich zu planen. An manchen Punkten sind wir selbst unzufrieden, da eine ökologische Alternative entweder (noch) nicht existiert oder unsere bisherigen finanziellen Möglichkeiten (siehe Wirtschaftsplan) überschreitet. Unserem Wirtschaftsplan könnt ihr sehr transparent entnehmen, welche Gelder woher kommen und welche Ausgaben wir haben. Im nachfolgenden Abschnitt beschreiben wir einige Punkte hinsichtlich Nachhaltigkeit/ökologischer Anspruch, mit denen wir selbst nicht zufrieden sind. Um diese im Laufe der Zeit stetig zu verbessern, stehen wir diesbezüglich im regelmäßigen Austausch mit anderen Gärtner:innen, Landwirt:innen oder Personen in Allgemeinen, von denen wir denken, dass sie uns kompetente Ratschläge erteilen könnten, Wir würden uns sehr freuen, wenn auch ihr uns mitteilt, wenn ihr optimierungswürdige Bereiche seht und auch würden wir uns freuen, wenn der nachfolgende Abschnitt zu Diskussionen anregt, wie die einzelnen verbesserungswürdigen Bereiche ökologischer gestalten werden können. Schreibt uns demnach sehr gerne, wenn ihr realistische Änderungsvorschläge habt, die Richtung mehr Ökologie und Nachhaltigkeit tendieren. Dazu gesagt sei, dass wir gerne in kleinem Rahmen experimentieren und selbst für kreative, aber durchdachte Vorschläge offen sind und ihnen mit Neugier Raum geben, sie umzusetzen, sofern es in unserem Möglichen liegt.



Unsere ehrliche Bestrebungen mehr Nachhaltigkeit in den Anbau zu bekommen

stationärer Folientunnel

Unser Gedanke ist es seit Beginn der Betriebsgründung, dass wir keinen stationären Folientunnel haben wollen, weil wir der Meinung sind, dass es auf lange Zeit nicht gesund für den Boden sein kann, wenn jedes Jahr darin Intensivkulturen angebaut werden. Deswegen wollen wir einen mobilen Folientunnel haben, den wir alle zwei Jahre verschieben, sodass der Nährstoffeintrag durch die Düngung, sowie die Bodenauslaugung durch die Intensivkulturen nicht jährlich am selben Ort erfolgt. Am Anfang waren wir noch optimistisch, direkt in die erste Saison mit einem mobilen Folientunnel zu starten. Doch dann holte uns die Realität ein und wir merkten, dass es uns zeitlich nicht möglich war, neben der Betriebsgründung Rollen unter unseren Tunnel zu schweißen. Dieses Projekt steht allerdings weiterhin aus und soll in Zukunft umgesetzt werden. Wenn du also bereits eine Vorstellung davon hast, wie genau es umsetzbar ist, Rollen unter den Tunnel zu schweißen und/oder dir gar vorstellen könntest, uns bei diesem Projekt zu unterstützen, dann melde dich sehr gerne bei uns.

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Kulturschutznetze

Kulturschutznetze sind für uns bisher unerlässlich, wenn wir schöne Kohlkulturen ernten wollen. Andernfalls machen die Kohlschädlinge uns die Ernte zu Nichte. Wir versuchen mit unseren Blühstreifen und den Kornblumen, Nützlinge anzulocken, die die Kohlschädlinge reduzieren, doch ganz ohne Netze funkltioniert es trotzdem nicht. Die Netze werden über viele Jahre genutzt. Allerdings bestehen sie aus Plastik und unsere Vision ist ein plastikfreier Acker. Es besteht der Anspruch an ein Netz oder eine Netzalternative, bei der die Maschenweite klein genug ist, selbst die kleinsten Schädlinge, wie Erdflöhe abzuhalten. Unsere Netze haben eine Maschenweite von 0,8 mm x 0,8 mm. Außerdem dürfen sie nicht zu schwer sein, damit sie die fragilen Kulturen nicht beschädigen. Auch darf es sich unter dem Material nicht zu stark erhitzen, damit die Kulturen keinen Wärmestress bekommen. 


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Bändchengewebe

Für den Anbau von Kürbis, Zucchini, Paprika und Freilandgurken nutzen wir Bändchengewebe, welches wir auf die Beete auslegen, um Beikraut zu unterdrücken. Damit ersparen wir uns viel Arbeit in der laufenden Saison, sowie in den Nachfolgesaisons, weil kein Beikraut wächst und ggf. aussamt. Das Bändchengewebe ist sehr langlebig und wird über viele Saisons wiederverwendet. Probebeete sind bereits mit dünner Pappe geplant, in weche die Pflanzen hereingepflanzt werden.
    


Einachsschlepper mit Verbrennungsmotor

Bisher nutzen wir für unsere Bodenbearbeitung, sofern die Beete eine Bearbeitung verlangen, einen Einachsschlepper mit Verbrennungsmotor. Einen Einachsschlepper mit E-Motor überstieg leider unser Startkapital. Über eine Bearbeitung mit Tieren haben wir kurz nachgedacht und den Gedanken schnell wieder verworfen, weil wir uns (zu Beginn) nicht zutrauen, diesen in allen Punkten gerecht werden zu können.
    


Sprengler- Beregnung

Unser Beregnungssystem im Freiland sind Rohre mit Sprenglern in regelmäßigen Abständen, welche das Wasser in einem hohen Bogen ca. 10 Meter in jede Richtung werfen. Gerade bei warmen Temperaturen ist die Verdunstung hoch. Auch wenn wir darauf achten, nicht in der Mittagshitze zu beregnen und somit die Verdunstung reduzieren, sind wir uns sicher, dass es eine ökologischere Methode gibt, welche wir zukünftig anstreben. 


Mulchfolie

Die Mulchfolie finden wir besonders fragwürdig. Denn wenn sie ausgelegt ist, entsteht der Eindruck eines Plastikmeers. Wir nutzen sie, wenn wir ein Beet abgeerntet haben, um die natürliche Zersetzung der Ernterückstände durch Bodenorganismen zu fördern, damit diese die Rückstände umsetzen und in den Boden einarbeiten. So erreichen wir auf natürlichem Wege einen Teil der Saatbettvorbereitung für die nachfolgende Kultur. Auch erreichen wir mit dem Abdecken der Beete mit Mulchfolie, dass kein Licht auf die Beete kommt, sodass Beikrautsamen die Möglichkeit zum Keimen genommen wird bzw. bereits gekeimtes Beikraut durch Lichtmangel stirbt. Wir nutzen die Folie über viele Jahre. Es gibt bereits eine abbaubaure, ökologische Mulchfolie. Allerdings ist sie, aufgrund ihrer Abbaubarkeit, nur eine Saison nutzbar und es gibt Erfahrungsberichte, die die Nutzung bereut haben, da sich die abbaubare Folie im Ganzen deutlich langsamer zersetzt als angegeben, wodurch es zu starker Plastikverschmutzung im Boden kommt.


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