Wühlmausproblematik
Unzählige Wühlmäuse hausen in unserem Acker, sowohl im Freiland, als auch in den Tunnel. Wir würden gerne mit ihnen koexistieren, allerdings erschweren sie uns unsere Arbeit sehr. Unsere größten Probleme durch ihre Existenz in unserem Acker sind:
--> können (trotz großer Bemühungen) keine Karotten anbauen (und Äquivalente wie zB. Hafer-/Schwarzwurzel), denn sie werden radikal niedergefressen
--> ein großer Teil der Jungpflanzen, v.a. die früh gepflanzten Lagergemüsesätze (z.B. Rotkohl/Sellerie) werden abgefressen, was uns ein Gemüseloch im Winter/Frühjahr zubringt
--> Können keine Kulturen im Boden lassen über Winter (zB Pastinake,Wurzelpetersilie), sodass wir einen viel höheren Arbeitsaufwand durch das Einlagern ALLER Kulturen haben
--> die vom Vlies bedeckten Winterkulturen werden runtergefressen
--> Unsere (Dauer-)Kräuter (z.B. Petersilie, Liebstöckl) sterben, weil die Mäuse die Wurzeln snacken


Den Lebensraum unwirtlich gestalten ist sicher eine Möglichkeit es den Wühlmäusen ungemütlich zu machen und sie zum "Auswandern" zu bewegen. Ich ziehe die betroffenen Beete immer mit einem Sauzahn durch und stopfe mit Oleum Animale getränkte Stoffreste in die Gänge. Immer von Innen nach Außen damit sie den Garten möglichst irgendwann meiden. Dann stecke ich noch Flaschen in den Boden bei den Gängen und stecke Windmühlen hinein. Damit halte ich Sie in Grenzen. Einen Eulen-Nistkasten habe ich ebenfalls angebracht aber bisher keine Besiedelung. Die Summe der Massnahmen wird am Ende eine Situation Schaffen mit der ihr vielleicht nicht ohne geringfügige Schäden aber insgesamt mit guten Ergebnissen rechnen könnt. Die Idee mit dem Mausmarder finde ich gerade besonders interessant. Man sollte die Wildtierhilfe Stationen der näheren und weitern Umgebung kontaktieren und schauen ob die zufällig Mausmarder aussiedeln wollen oder ob Sie an Euch denken falls mal einer ausgewildert werden soll. Auch das Otterzentrum könnte man kontaktieren. Die haben vielleicht auch eine Idee wie man an einen Mausmarder kommen könnte. Besser noch ein Pärchen. Es ist wirklich sehr frustrierend, wenn man sein Gemüse ernten möchte und von unten ist nicht mehr viel davon übrig, aber man bekommt das auch ohne Töten hin. Regenerative Agrikultur basiert auf der Artenvielfalt… Eule und Marder sind sicher eine Gute Idee um ein gutes Gleichgewicht herzustellen. Und wenn man wie ihr so einen Garten neu anlegt, gibt es erst einmal kein Gleichgewicht. Das muss sich erst entwickeln. HG Peter